Erst streichen und dann aufreißen? FDP kritisiert mangelnde Voraussicht bei städtischen Straßenbaumaßnahmen
Erst streichen und dann aufreißen? FDP kritisiert mangelnde Voraussicht bei städtischen Straßenbaumaßnahmen
Scharfe Kritik übt die FDP im Rat der Stadt Münster an der Vorgehensweise der Stadt Münster am Alten Mühlenweg zwischen Wolbeck und Handorf. Nach Angaben der Freien Demokraten wurden dort erst vor wenigen Monaten auf einer rund vier Kilometer langen Strecke Fahrradpiktogramme aufgebracht. Nun habe die Stadt angekündigt, den Asphalt auf dem betroffenen Abschnitt zu erneuern – einschließlich der erst kürzlich aufgetragenen Markierungen.
Der Vorsitzende der FDP im Rat spricht von einer unnötigen Belastung für den Steuerzahler. „Dass die Stadt innerhalb von weniger als drei Monaten zunächst Markierungen aufbringen lässt, um anschließend die Fahrbahn samt dieser Markierungen zu erneuern, ist für die Bürgerinnen und Bürger kaum nachvollziehbar. Hier stellt sich die Frage, ob die einzelnen Maßnahmen innerhalb der Verwaltung ausreichend aufeinander abgestimmt werden“, erklärt er
Darüber hinaus stellt die FDP die Sinnhaftigkeit der gesamten Maßnahme in Frage. Aus Sicht der Liberalen werde die Verkehrssituation auf dem Alten Mühlenweg durch die Fahrradpiktogramme nicht entscheidend verbessert. Der Wolbecker Ratsherr verweist auf die örtlichen Gegebenheiten: Die Strecke werde sowohl von landwirtschaftlichen Fahrzeugen als auch vom motorisierten Individualverkehr genutzt, während die Fahrbahnbreite Begegnungsverkehr nur eingeschränkt zulasse.
„Für ortskundige Radfahrerinnen und Radfahrer stellt diese Strecke trotz der neuen Markierungen keine attraktive Verbindung dar. Die Aufnahme in das Fahrradstraßennetz und die Anbringung von Piktogrammen ändern nichts an den tatsächlichen Verkehrsverhältnissen vor Ort“, so die FDP.