FDP: ÖPNV-Ausbau auf der Weseler Straße muss das Aus für die Bült-Sperre bedeuten
FDP: ÖPNV-Ausbau auf der Weseler Straße muss das Aus für die Bült-Sperre bedeuten
Die FDP im Rat der Stadt Münster begrüßt grundsätzlich den Ausbau der „ÖPNV-Hochleistungsachse“ auf der Weseler Straße. Gleichzeitig macht die Ratsgruppe deutlich: Spätestens mit der dauerhaften Einrichtung der Busspur zwischen Geist- und Moltkestraße muss das Projekt einer Durchfahrtssperre am Bült beendet werden.
„Wir haben die politische gewollte Durchfahrtssperre am Bült von Anfang an abgelehnt. Während der monatelangen Sanierung der Weseler Straße waren sich jedoch selbst Verwaltung und Grüne einig, dass eine zusätzliche Sperrung am Bült angesichts der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Weseler Straße nicht vertretbar ist“, erklärt Jörg Berens, Vorsitzender der FDP im Rat der Stadt Münster. „Diese Argumentation gilt jetzt erst recht. Wenn künftig zwischen Geiststraße und Moltkestraße dauerhaft eine Fahrspur für den Autoverkehr wegfällt, entsteht dort ein zusätzliches Nadelöhr. Wer gleichzeitig den Bült sperren will, nimmt einen Verkehrskollaps in der Innenstadt bewusst in Kauf.“
Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Ratsgruppe, Fabian Bannier, fordert deshalb eine klare Prioritätensetzung: „Das Rathausbündnis muss sich entscheiden: Will es den Busverkehr wirklich attraktiver machen oder den Autoverkehr einfach nur weiter einschränken? Für uns ist die Antwort klar: Wenn das Angebot stimmt, werden die Menschen freiwillig vom Auto in den Bus steigen. Man muss sie nicht mit Verboten oder Sperrungen dazu zwingen.“
Bannier stellt klar: „Wer auf das Auto angewiesen ist, darf nicht durch künstliche Barrieren zum Leidtragenden werden. Wenn die Weseler Straße an dieser Stelle künftig dauerhaft einspurig wird, muss die Durchfahrt am Bült offenbleiben.“