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Münster erneut Schlusslicht bei Müllgebühren: FDP fordert Kurswechsel

Münster erneut Schlusslicht bei Müllgebühren: FDP fordert Kurswechsel

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, kommentiert Jörg Berens, Vorsitzender der FDP im Rat der Stadt Münster, den erneuten Streit zwischen dem Bund der Steuerzahler und den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm). Der Bund der Steuerzahler hatte Münster erneut als die Kommune mit den höchsten Müllgebühren im Vergleich der nordrhein-westfälischen Kommunen ausgewiesen.

„Dass die awm die Vergleichsberechnung des Bundes der Steuerzahler zurückweist, ist nichts Neues“, so Berens. „Wenn die awm allerdings davon spricht, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, sollte sich die Stadt gemeinsam mit den awm vielleicht einmal Gedanken darüber machen, ob sie nicht lieber aufhört, Äpfel anzubieten, und stattdessen auf Birnen setzt.“

Die FDP im Rat der Stadt Münster schlägt unter anderem vor, sich stärker an anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu orientieren und die Biotonne künftig im 14-tägigen Rhythmus zu leeren. Dadurch könnten die Kosten der Abfallentsorgung und damit auch die Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger gesenkt werden.

„Wenn die awm auf die Besonderheiten in Münster verweist, sollte sie sich auch die Frage stellen, warum andere Kommunen es offensichtlich anders regeln“, erklärt Claudia Grönefeld, umweltpolitische Sprecherin der FDP im Rat der Stadt Münster. „Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen muss unser Anspruch sein, einen guten Service zu angemessenen und möglichst günstigen Konditionen anzubieten. Davon sind die awm aus unserer Sicht noch weit entfernt.“

Grönefeld abschließend: „Die Lebenshaltungskosten sind für die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Umso wichtiger ist es, dort für Entlastung zu sorgen, wo die Stadt selbst Handlungsmöglichkeiten hat. Es wäre deshalb ein gutes Signal, wenn wir die Münsteranerinnen und Münsteraner bei den Abfallgebühren endlich spürbar entlasten könnten.“